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Deutschland 2006

November 10 2005 Categorized Under: Allgemein, TrendFokus No Commented

Deutschland 2006…

Die deutsche Wirtschaft sieht die künftige Entwicklung positiv. “Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr”, teilt das Münchner Ifo-Institut mit. Auch das Handwerk sieht den Konjunkturmotor anspringen. Lichtblicke. Morgenluft?

“Sie sind einmalig und treffen immer ins Schwarze”, reagiert Ende September 2005 die Geschäftsleitung eines multinational agierenden Netzwerks für neue Technologien auf den Oktober-TrendFokus. Hmmm: Zwar richtig… aber kein Eigenlob – !

Wie immer im Herbst lesen Sie jetzt über die Wahrscheinlichkeiten künftiger Entwicklungen in unserem Land. Diesmal – “Perspektiven: Deutschland 2006″.

Aktuell haben die Menschen in Deutschland wegen Konfliktspannungen – nicht zuletzt auch dank der Ergebnisse der Bundestagswahl 2005 – ein starkes Bedürfnis nach Verbundenheit und optimistischer Zuversicht, welche die ersehnte Befriedigung bieten sollen.

Die Leute sehen sich nicht in der Lage, Verhältnisse so zu ändern, dass Gefühle einer befriedigenden Solidarität entstehen können. Sie sind im Prinzip (noch) missgestimmt und suchen nach behaglicher Geborgenheit, die jedoch nicht auf dem silbernen Tablett serviert wird. So entwickeln sich reizbare Empfindlichkeiten, die als Abhängigkeit empfunden werden. Durch die Ichbezogenheit der Menschen fehlt die Gemeinschaftsorientierung, die überspielt wird durch scheinbare Selbstsicherheit. Und die soll durch Gefühle von Überlegenheit und Unabhängigkeit zum Ausdruck kommen.

Viele empfinden es als bedrückend, kaum Verständnis für eigene ichbezogene Bedürfnisse und Erfordernisse sowie für Ideal- und Wunschvorstellungen zu finden. Wie schon 2005 streben sie mit der Trillerpfeife im Mund z. B. vor den Werkstoren von AEG, Infineon und anderen Betrieben Veränderungen an, die Sicherheit bieten sollen.

Die Menschen in Deutschland wünschen Auswege aus Problemen und Spannungen, die sie auch 2005 schon durch nicht erfüllte Bedürfnisse und Wünsche, negative Gedanken und Rücksichtslosigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und vor allem auch in der Politik beängstigt haben.

Das Problem ist, dass gemütliche und sinnliche Behaglichkeit nur zu finden ist, wenn von den Leuten Verständnis für das Umfeld und die nötige Selbstdisziplin sowie Eigenverantwortung aufgebracht werden. Wie 2005: Realitätsfernes Wunschdenken ist out, nur “raffen’s” die Leute noch zu wenig.

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