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Die Globalisierung

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Aber die fortschreitende Globalisierung verändert das Denken der Menschen. Sie erkennen den Nutzen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft und die Vorteile des Standorts Deutschland.

Die Lage am Arbeitsmarkt entspannt leicht, obwohl die Arbeitslosigkeit noch leicht über einem mittleren Wert bleibt. Telearbeit und Home-Office sind stark im Trend.

Wir Deutschen bleiben Weltmeister beim Umweltschutz, wir fahren bleifrei, sprühen FCKW-frei, sollen akribisch den Müll sortieren und immer mehr für immer weniger (Abfall) zahlen. Wir tun’s aus Angst, kaum dem eigenen Antrieb folgend.

Schweinedoping, Maul- und Klauenseuche, Rinderwahn und deren mögliche Folge CJK sind zur Jahrtausendwende die Hiobsbotschaften. Die Verbraucher sind verunsichert. Die Politik reißt das Ruder herum, weil erkannt wird, dass der Ursprung der Probleme im Fehldenken der Vergangenheit liegt. Die Einstellung der Menschen, die die Situation zur Jahrtausendwende mit zu verantworten haben, stimmte nicht mit der Verantwortung gegenüber den Verbrauchern überein. Deshalb gewinnt Verbraucherschutz einen hohen Stellenwert mit der Aussicht, dass dank gewachsener Erfahrung und Erkenntnis Probleme mit neuem Verantwortungsgefühl und neuer Entschlossenheit gelöst werden.

Kriminalität, Aggressivität und Brutalität sind Reizworte aus den 1990er Jahren und machen – zu Recht – Angst. Die Politik allein findet kaum Lösungen. Brüchige Ethik- und Moralbegriffe im Volk, fehlendes Unrechtsbewusstsein und wenig Respekt vor dem Eigentum anderer behindern wirksames Vorgehen gegen die Schwerkriminalität.

“Die Deutschen zieht es immer mehr in Scheinwelten,” stellt das B.A.T. Freizeitforschungsinstitut Hamburg Ende der 1990er Jahre fest: “Die Erlebniskonsumenten von heute wollen perfekte Illusionen und sind auch mit Scheinwelten á la Disney (und Big Brother) zufrieden, wenn sie die Wirklichkeit übertreffen.” Die PC- und TV-Generation wisse ganz selbstverständlich mit künstlichen und virtuellen Welten zu leben. Auch höhere Bildung halte nicht davon ab, sich in Kitsch-Inszenierungen unterhalten zu lassen. Nur jeder sechste Uni-Absolvent kritisiert das als phantasielose Freizeitgestaltung. Mehr als doppelt so vielen, nämlich 44 Prozent, gefällt’s. Und jeder vierte Bundesbürger lobt Legoland, Erlebniswelten und Freizeitparks als gelungene Ablenkung vom Alltag.

Das Thema Asyl wird rückläufig. Die Politiker in Bund und Ländern sind jedoch mit Gegensätzen konfrontiert: Einerseits die Integration anpassungswilliger, gesetzestreuer Menschen, die mit Grenzen leben und mit Freiheiten umgehen können sowie andererseits die Notwendigkeit, befriedigende Lösungen bei Asylgesuchen und Ausländerkriminalität anzubieten. Für die Bevölkerung aber bleibt das Thema Zuwanderung “lauwarm”.

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