Die Medien
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Die Medien sehen 1998 (Blubb)-Verona Feldbusch (jetzt Pooth) und Guildo Horn als neue kultige Figuren mit eigenem Programm: in einem Land, in dem die Leute das Gefühl haben, alles sei blockiert, personifizieren sie – wie Gerhard Schröder – den Ausbruch aus dem Stillstand.
Das neue Rot-Grün-Bündnis und Gerhard Schröder als Kanzler stehen bis 2005 nicht nur für einen Politik- sondern auch für einen Generationswechsel.
Jetzt haben Frauen und Männer das Sagen, die stärker von illusionären 1968er Studentenrevolten und vom Aufmucken gegen die Gesellschaft als von Realitäten der Nachkriegszeit und Feindbildern des kalten Krieges geprägt sind. Diese Menschen haben Hitler und den zweiten Weltkrieg nicht und schon garnicht als Bedrohung erlebt. Sie sind mit Aufbau und Wirtschaftswunder groß geworden. Sie sind lockerer als die Generationen Ihrer Eltern und Großeltern. Schröder hat mit den psychologisch-perfekten Bildern seiner Wahlwerbung nichts versprochen, eine Scheinwelt aufgebaut und ist Kanzler – gewesen.
Den Lafontaine-Linksruck machen die Realos im rot-grünen Lager nicht mit. Kurzfristig segeln die Konservativen mit Rückenwind und gewinnen Landtagswahlen. Resultat: Bis 2005 Patt-Situation Bundestag / Bundesrat mit umgedrehten Vorzeichen.

