Studie
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Eine Studie des Fraunhofer Instituts sieht Deutschland ab etwa 2003 wieder als international sehr attraktiven Standort. Wenn sich die mehr als 2.000 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, die an der Studie mitgewirkt haben, da mal nicht täuschen.
Bereits 1999 ist das Fazit meiner Trendstudie Politik: Abwandern von Betrieben, anhaltender Frust besonders mittelständischer Unternehmer und Kapitalflucht. Die WirtschaftsWoche titelt Ende Juli 2001: DEUTSCHLAND NEIN DANKE. Jedes Jahr wandern 700.000 Menschen aus. Ein Aderlass für die deutsche Wirtschaft.
Die Verteuerung von Energie, das Steuerreförmchen mit spürbaren Auswirkungen erst im Wahljahr 2002 und die Halbierung der Sparerfreibeträge durch die rot-grüne Koalition sind wenig geeignete Motivatoren für die starken Köpfe in der Wirtschaft.
Annahmen der Potenziale von Standortfaktoren und des Stimmungsklimas bis ~ 2011:
55 . Attraktivität für Unternehmen
60 . Attraktivität für Arbeitnehmer
60 . Wachstum
65 . Steuerlast
70 . Sozialabgaben
65 . Arbeitsplätze
70 . Telearbeit / Home-Office
60 . Arbeitslosigkeit
70 . Umweltschutz
80 . Verbraucherschutz
70 . Sicherheit
80 . Kriminalität. Aggressivität, Brutalität
70 . Bildung
60 . Kultur
60 . Zuwanderung
40 . Asyl
Auf die Spitze getriebene Regelungen erschweren Unternehmern das Leben. Dazu kommt die relativ große Steuerbelastung. Nicht nur multinationale, auch mittelständische Unternehmen nutzen legale Gewinnverlagerungsmöglichkeiten ins Ausland.
Immer lauter ruft die Politik deshalb nach Beseitigung solcher Schlupflöcher und nach Steuerharmonisierung. Warum sollten Belgien, Holland, Irland & Co da mitmachen, wenn sie doch aus der aktuellen Lage Vorteile haben? Lebte Kurt Tucholsky noch, würde er die Politiker vergattern: “Macht Eure Steuern billiger!” Denn Arbeiter, Angestellte, Freiberufler, Dienstleister und kleinere Unternehmen sollen die Zeche zahlen. Wo bleibt das einfache, klare und bürokratiearme Reformpaket? Schade um das lupenreine Steuerreformmodell des CDU-Mannes Gunnar Uldall.

