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Denkanstöße . Genossenschaften

Dezember 1 2006 Categorized Under: Fokus, TrendFokus No Commented

Denkanstöße – Probleme lösen – Ziele erreichen

Schon im März 2004 beschreibt der TrendFokus einen noch wenig beachteten aber augenscheinlichen Trend: “Je mehr Globalisierung, desto wichtiger werden Sicherheit und die ursprünglichen Werte des eigenen Umfelds und in den Regionen.”

Ebenfalls wichtiger wird das Erkunden neuer Märkte z. B. in den neuen EU-Ländern, in China, Indien und Russland auf der jeweils lokalen Ebene. Wer hier die Maxime ‘immer besser’ lebt, schafft zukunftsfähige Wachstumschancen für das Unternehmen und kann dann als einer der Besten grenzüberschreitend – auch global – Anerkennung finden und Gewinn einfahren.

Besonders mittelständische Unternehmen haben damit jedoch öfter Probleme, weil sie internationale Strategien auf den regionalen Märkten der dynamischen Wachstumsregionen in Osteuropa, China, Indien und Russland allein nur schwer entwickeln können. Dabei können diese Märkte sehr attraktiv sein.

Seit November 2006 analysiert die Pekinger Niederlassung vom Trendbüro Hamburg Gesellschafts- und Konsumtrends in Asien, wo immerhin mehr als die Hälfte der Menschheit lebt. Informationen über die Wünsche deren konsumfreudiger Mittelschicht seien wichtig für das Entwickeln und Vermarkten von Produkten und das Anpassen von Strategien an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse. International operierende Auftraggeber sollen mit spezifischen und regionalen Trend-Erkenntnissen versorgt werden.

Für einen Mittelständler allein kann dieser Schuh jedoch einige Nummern zu groß sein. Wie ist dieses Problem zu lösen, um das Ziel zu erreichen?

Der TrendFokus April 2005 – http://www.trendfokus.de/gbi/ – weiß: Wachstum nur über die harte Konfrontation von Unternehmen im Wettbewerb ist auf Dauer zu teuer. Fusionen – s. a. BMW mit Rover und Daimler mit Chrysler – sollen Lösungen bringen, sind aber nicht selten kompliziert. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass vor allem ‘die Kultur der eigenen Stärken’ und auf dieser Basis Kooperationen Stress vermeiden, Kosten sparen und letztlich erfolgreich sind. Kooperationen im Rahmen von organisierten Netzwerken können effektiv, flexibel und ohne große Investitionen für zusätzlichen Umsatz und somit für Wachstum sorgen.

Kleine und mittelständische Unternehmen lösen in Genossenschaften Probleme und erreichen so die gewünschten Ziele leichter. Jeder Unternehmer bleibt sein eigener Herr, durch die Kooperation – in der Genossenschaft – aber spart er Kosten.

Als das ‘Gegenteil von Großkonzernen’ bezeichnet Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern, die Genossenschaften. Während viele Konzerne vor allem die Zufriedenheit ihrer Aktionäre anstrebten, seien bei den Genossenschaften die Interessen der Mitglieder der Mittelpunkt. Nicht zuletzt deshalb sehen ‘Wirtschaftsweise’ Kooperationen in Genossenschaften als Modell der Zukunft. Auch der Gesetzgeber schiebt Genossenschaften an: In Zukunft brauchen sie nur noch drei Mitglieder, anstatt der bisher erforderlichen sieben.

Das erste Genossenschaftsgesetz gibt es seit 1867. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich Genossenschaften über fast alle Länder der Erde ausgebreitet. Struktur und Arbeitsweise deutscher Genossenschaften waren dabei das Vorbild.

Organisierte Netzwerke von Mittelständlern – z. B. Genossenschaften – liefern Denkanstöße, helfen Probleme zu lösen und Ziele zu erreichen. Sie können gemeinsam planen und einkaufen, gemeinsam am Markt auftreten und so Aufträge erhalten, die ein einzelner Betrieb allein nie bekommen hätte.

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