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Fokus: Die neue Weltwirtschaftskrise

Oktober 1 2006 Categorized Under: Fokus, TrendFokus No Commented

Die neue Weltwirtschaftskrise – ?

1933 betrug der Wert der in New York gehandelten Aktien nur noch ein Fünftel des Wertes von 1929…

Müssen wir in absehbarer Zeit wieder mit einer Weltwirtschaftskrise rechnen? Wie bereiten wir uns darauf vor?

So vermarktet der Econ-Verlag das Buch ‘Der Crash kommt’ von Prof. Dr. Max Otte:
“Die nächste Weltwirtschaftskrise steht unmittelbar bevor. Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass spätestens 2010 die Globalisierungsblase platzt – mit dramatischen Folgen für die Bürger: Sparvermögen und Lebensversicherungen werden radikal entwertet, die Heizungs- und Energiekosten explodieren, der Welthandel bricht zusammen. Der renommierte Wirtschaftsprofessor Max Otte erklärt, warum ein ökonomisches Erdbeben unmittelbar bevorsteht und wie sich jeder dagegen wappnen sollte…
Von der kommenden Depression werden vor allem die Menschen in den westlichen Industrienationen hart getroffen: Wohnungsmieten steigen auf bis zu 30 Euro pro Quadratmeter, der Liter Benzin kostet 5 Euro und gleichzeitig verlieren noch mehr Menschen ihre Jobs. Der Wert von Kapitalanlagen sinkt, und selbst Anleihen und Rentenpapiere sind keinesfalls mehr sicher…
Seine Warnungen und Prognosen hat der angesehene Wirtschaftsprofessor Max Otte mit vielen Fakten und Argumenten untermauert, die niemand in den Wind schlagen sollte. Auch wenn der ganz große Crash ausbleibt, wird eine ernsthafte globale Depression die Pläne der meisten Menschen in den Industrienationen über den Haufen werfen und für viele existenzbedrohend werden…
Das heißt aber nicht, dass Sie nichts gegen den bevorstehenden Schwarzen Freitag tun können. Börsenexperte Otte gibt in einem 7-Punkte-Programm nützliche Tipps, wie Schulden reduziert werden können, warum bestimmte Aktien sicherer sind als Immobilien, warum Gold immer noch die Krisenanlage No. 1 ist und wie Sie Ihr finanzielles Rettungsboot bauen.Ein alarmierendes und nützliches Buch!” ISBN: 3430200016.

Die amazon.de-Redaktion schreibt: … der Geldsegen aus der Notenpresse fließe vor allem ‘in immer spekulativere Investments’. Und irgendwann werde die Masse der Schulden unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, prophezeit der Autor:
“Nach allem, was mir meine Daten sagen, ist eine Weltwirtschaftskrise in den nächsten fünf Jahren sehr wahrscheinlich. Die Globalisierung selbst hat eine große Blase erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in sich zusammensinken muss. Die Folge: Vermögen wird vernichtet. Die Wirtschaft schrumpft. Deflation regiert – mit drastischen Auswirkungen: Staatsbankrott, Währungsreform. Das Gespenst von 1929, der letzten großen Weltwirtschaftkrise.”

Seriöse Berater und (Privat)-Banken sehen das allerdings nicht nur so.

Ein Finanzberater/Vermögensverwalter aus Wien schreibt mir:
“Die von Prof. Otte aufgegriffenen Themen sind seit Jahren bekannt. Der Autor scheint hier in ‘eine alte Kerbe’ zu hauen…
Die Situation und deren Systematik ist hoch-komplex. Regierungen und Zentralbanken sind sich auch nicht zu schade, volkswirtschaftliche Daten zu ‘manipulieren’. Die offiziellen Inflationszahlen sind nur eine Farce und entsprechen nicht der Realität…
Fakt ist, dass das Wachstum der 1990er Jahre ‘auf Pump’ und durch die Notenpresse finanziert worden ist. Weiterer Fakt ist die einzige Strategie, die aus dem Verschuldungs-Dilemma der Staaten und Konsumenten führt: Inflation (Geldentwertung). Die Alternative wäre eine faire Rückzahlung der Schulden. Dies wiederum würde aber zu einer extremen Deflation führen, die das Kartenhaus noch schneller zusammenfallen lassen würde…
Wie auch immer es kommt, ich habe meine Klienten schon 2002/03 strategisch mit Investments in Silber und Gold sowie Minenaktien vorbereitet…”

www.msn.de sieht Mitte September 2006 den Goldpreis bei 675 $/Unze und beurteilt die weitere Entwicklung:
“Zwei Drittel der weltweiten Goldvorräte sind bereits gefördert, die Nachfrage steigt aber weiter. Die Preise für das gelbe Edelmetall werden weiter steigen, allerdings bei stark schwankenden Kursen…
Gold als sicherer Hafen – dieser altbekannte Reflex spielt zwar immer noch eine Rolle, so dass Anleger einen Teil ihres Geldes auch in das exklusive Edelmetall investieren, aber heute treibt vor allem auch die Nachfrage aus Asien und dem arabischen Raum den Preis. Gold ist gerade in Indien Statussymbol, das gern zur Schau getragen wird…
Auch wenn der Preis kurzfristig einmal einbricht, langfristig dürfte die Gold-Hausse weiter laufen…”

Der Chef des Ressorts Vermögensanlagen einer Privatbank, mit der ich seit mehr als 15 Jahren arbeite, sieht die Zukunft so:
“Das A und O einer sinnvollen – zukunftsorientierten und erfolgreichen – Vermögensverwaltung liegt in der möglichst breiten Diversifizierung der Anlagen…
Global zeichnet sich dzt. ein Risikoszenario ab, das sich in Heftigkeit und Volumen von Krisen der Vergangenheit erheblich unterscheidet. So lag z. B. das Volumen von Zinsderivaten in 2005 bei über 200 Billionen US-Dollar, während zur gleichen Zeit das Weltwirtschaftsprodukt bei knapp 50 Billionen US-Dollar lag…
Aufgrund dieses erheblichen Volumens an Optionen und damit künstlichen Hebelprodukten haben ‘übliche’ Finanzkrisen eine wesentlich größere Auswirkung für unser ‘globales Dorf’ als in der Vergangenheit…”

Fazit

Unter inhaltsanalytischen (content analysis) Gesichtspunkten betrachtet und ausgewertet ist das Thema Anlass zur (Vor)-Sorge.

Seit dem zweiten Weltkrieg ermöglicht dieses Vorgehen mit bestem Erfolg Rückschlüsse auf die unterschiedlichsten Trends und das Abschätzen ihrer Auswirkungen.

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