Kommunikation: Nutzlos
Januar 2 2009 Categorized Under: Kommunikation, TrendFokus No Commented
Kommunizieren ohne Substanz
‘Communities’ – das Miteinander von Menschen, die sich für bestimmte Sachen oder Themen interessieren – spielen vor allem im ‘Web 2.0′ eine immer größere Rolle.
Es gibt Blogs, Business Clubs, Chats, StudiVZ, Xing (früher Open BC) und andere, die jetzt in Mode gekommen sind – Plattformen, die eigentlich den Informationsaustausch und die Anbahnung von Geschäften ermöglichen sollen.
Friedhelm Weidelich beschreibt in der FAZ seine Erfahrungen damit als ‘Die große Zeitvernichtungsmaschine’.
Meine Einblicke bestätigen die Erfahrungen von Herrn Weidelich: Beiträge und Kommentare in Blogs und Foren stammen häufig von Beratern, Freiberuflern und der unteren Führungsebene in Unternehmen. Dazu kommen ‘Coaches’, die gestressten Managern und Unternehmern Hilfe anbieten. Andererseits werden in großem Umfang Allerweltsthemen in hunderten von Beiträgen ausgebreitet. Rechtschreibung und Interpunktion sind oft mangelhaft. Immer wieder ‘Denglish’.
Zum Geschäftserfolg tragen die o. e. ‘Communities’ kaum etwas bei.
Im Gegenteil: In Blogs und Foren präsentieren immer mehr Leute ihr Privatleben. Besonders junge Menschen geben viel von sich preis. Privates im Internet auszubreiten, ist jedoch riskant. Warum? Die Daten bleiben im Netz oft über Jahre erhalten. Das nutzen Arbeitgeber und Personalberater, die mit Hilfe von Suchmaschinen die Profile von Bewerbern unter die Lupe nehmen. Und was da manchmal zu Tage kommt, ist oftmals extrem hinderlich für die Karriere.
“Professionelles Networking bedeutet, die Potenziale der faszinierenden Welt der Netzwerke zu nutzen”, rät der Businessexperte Hermann Scherer. Er meint, es sei wichtig, wertvolle Kontakte zu pflegen und mit den richtigen Leuten ins Gespräch zu kommen.
Wesentlich ist es, da anzusetzen, wo auf den eingangs erwähnten ‘Plattformen’ ohne Substanz kommuniziert wird. Das kostet nämlich enorm viel Zeit. Direkte Kontakte sind darum das wichtigste Element der Kommunikation und nicht die Blogs und Chats. Die persönliche An- und Aussprache wird wichtig.
Der Trend: LIM (less is more). LIM trifft den Nerv von (Kommunikations)-Partnern und den Wunsch nach Individualität. Gewinnen werden Kooperationen, die Synergien realisieren. Das gegenseitige Fördern kann dann Ergebnisse liefern, die den positiven Kern der Kommunikation repräsentieren.
Also: Weg von Blogs und Chats. Hin zur Beziehungskultur.
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