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Leben: Butter oder Nichtbutter – das ist die Frage

Juli 2 2006 Categorized Under: Leben, TrendFokus one Commented

Butter oder Nichtbutter – das ist die Frage

Schon am Frühstückstisch scheiden sich die Geister bei der Frage, ob Butter oder Margarine aufs Brot kommt. Butter schmeckt besser, argumentieren die Butter-Fans. Doch über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und wer glaubt, dass Margarine besser für die schlanke Linie ist, irrt sich gewaltig.

“Margarine und Butter unterscheiden sich zwar in ihrer Fettsäurenzusammensetzung und ernährungs-physiologischen Wirkung, enthalten aber etwa die gleiche Menge an Fett und Kalorien”, erklärt Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Doch wie sieht es mit den gesundheitlichen Vorteilen der Margarine aus? Sind ihre pflanzlichen Fette tatsächlich gesünder als die tierischen Fette der Butter? Diese Fragen beantwortet die Internetseite http://onleben.t-online.de:

Cholesterin und Transfettsäuren

Der Streit, ob nun Butter oder Margarine gesünder sei, artet fast zum ‘Glaubenskrieg’ aus. Die Geschichte begann in den 60er Jahren. Damals bekam Butter, die bis dahin als hochwertiges Streichfett galt, einen schlechten Ruf, weil sie Arterienverkalkung und Herzerkrankungen fördere. Vor allem das Cholesterin – 30 Gramm Butter liefern etwa 70 Milligramm Cholesterin – und die gesättigten Fettsäuren wurden dafür verantwortlich gemacht. Der bis dahin billige Butterersatz Margarine galt plötzlich als gesünder. Schließlich enthält sie kein Cholesterin, statt dessen viele pflanzliche Fette, die den Cholesterinspiegel im Blut niedrig halten sollten.

Ist also die cholesterinfreie Margarine doch die bessere Alternative zur Butter? Nein.

Neue Erkenntnisse belegen, dass ihr gesundheitlicher Vorteil umstritten ist. Eine englische Studie an über 80.000 Personen zeigt, dass diejenigen, die täglich vier oder mehr Teelöffel Margarine aßen, ein um zwei Drittel höheres Infarktrisiko hatten als diejenigen, die nur einmal im Monat Margarine oder ausschließlich Butter verzehrten. Für diesen Effekt wurden vor allem die so genannten Transfettsäuren verantwortlich gemacht, die in manchen Margarinesorten enthalten sind und infolge der Fetthärtung entstehen. Sie sind schädlicher als die gesättigten Fettsäuren der Butter, weil sie das ‘böse’ LDL-Cholesterin erhöhen, das ‘gute’ HDL aber senken. HDL kann Ablagerungen, die bereits in den Adern gespeichert sind, aufnehmen und in die Leber transportieren. Dort werden sie dann abgebaut.

Licht und Schatten

So hat also jedes Streichfett seine Schattenseiten. Bei gesunden Menschen sind jedoch Butter und Margarine in Ergänzung mit anderen pflanzlichen Speiseölen unproblematisch.

Eines sollte jedoch jedoch beachtet werden: Fett stets sparsam verwenden. Sonst drohen Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 70 bis 80 Gramm pro Tag sollten nicht überschritten werden. Menschen, die ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollten auf hochwertige Diätmargarinen zurückgreifen. Diese sind nicht gedacht, um Kalorien zu sparen, sondern Blutfettwerte zu senken.

Auch Cholesterin senkende Butter oder Margarine sind eher ein Medikament als ein Lebensmittel und nichts für normale Konsumenten.

Fazit

Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung des gesunden Menschens braucht auf Butter nicht verzichtet zu werden. Wichtig ist, die richtige Balance zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten in der Ernährung zu finden.

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comments

Ein Kommentar zu “Leben: Butter oder Nichtbutter – das ist die Frage”

  1. M. Kaulik sagt:

    Wirklich ein informativ geschriebener Artikel. Ich lesen gerne hier im Blog und freue mich auf weitere Beitr

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