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Leben: Klimawandel kann Kriege auslösen.

Oktober 2 2006 Categorized Under: Leben, TrendFokus No Commented

Klimawandel kann Kriege auslösen

Aufgeschlossene Leser von Smola-Publikationen – wie beispielsweise ‘MEGA- und METATRENDS in das 21. Jahrhundert’ – wissen seit 1990:

“An den Fingern einer Hand können wir’s abzählen, was uns erwartet: Stürme, Fluten, Dürren…


Das ist die Folge der Erwärmung der Erde: Der Wasserspiegel der Meere steigt in den nächsten 100 Jahren erkennbar. Deich- und Schutzbauwerke an der Küste reichen nur für einen Anstieg der Sturmflut-Wasserstände von einem Meter aus…
Beim Klimakongress 1988 in Hamburg sind 300 Wissenschaftler überzeugt: Die Nordsee hat bis zum Jahre 2050 das Bild in Norddeutschland völlig verändert. Inseln sind verschwunden, Küstenregionen überflutet. Das Wasser kann bis zum Harz reichen…
Im Jahr 2100 ist die norddeutsche Tiefebene überflutet. Der Rheingraben bis Freiburg ist vollgelaufen. Mittelgebirge sind Inseln. Palmen wachsen bei Köln…
Deutschland – ein subtropisches Urlaubsparadies…
Doch grausam, wenn wir daran denken, dass Millionen von Menschen umsiedeln müssen. Unvorstellbar die Folgen für die Landwirtschaft, für die Tierwelt und für die Wirtschaft. Und eigentlich wieder schön, wenn wir daran denken, dass wir weniger heizen müssen. Selten fällt die Temperatur unter die Null-Grad-Grenze. Die Winter sind schneelos. Hunderte von Kilometern mehr Küste laden zum Bade. Ein subtropisches Urlaubsparadies ist dieses Land. Unsere (Ur)-Enkel erleben das…”

Und obwohl diese Entwicklungen seit mehr als 15 Jahren bekannt und zum Teil schon Realität sind, wärmen Wissenschaftler immer noch und immer wieder das Thema brühwarm auf:

“Die Erde gleicht einer schwer kranken Patientin vor dem Organversagen. Heilen können wir sie nicht, aber wenn wir schnell handeln, können wir ihr Leiden lindern.” Mit solch drastischen Worten beschreibt der amerikanische Chemiker und Mediziner James Lovelock im Spätsommer 2006 bei www.onnachrichten.t-online.de den Klimawandel und warnt vor den dramatischen Folgen. Selbst Kriege hält er nicht für ausgeschlossen.

1 . Hamburg könnte überflutet werden. “Sturmfluten wie die von New Orleans werden häufiger und heftiger sein”, prognostiziert Lovelock. Die Folgen: In einigen Jahrzehnten könnten Millionenstädte wie Hamburg und London überflutet sein. Politikern wirft der US-Wissenschaftler vor, zu wenig gegen den drohenden Kollaps zu tun. Er fordert, dass dringend Umsiedlungspläne erarbeitet werden. Schließlich könnten sich nur die Reichen Grundbesitz in der Arktis kaufen.

2 . Große Flüchtlingsströme wegen Klimawandel. Lovelock, der früher für die Nasa arbeitete, sieht für die Mitte dieses Jahrhunderts große Flüchtlingsströme voraus. Für ihn ist es vorstellbar, dass Bangladesch 2050 unbewohnbar ist. Da Indien allein die 150 Millionen Bewohner nicht aufnehmen kann, würden viele auch nach Europa kommen.

3 . Schnelles Abschmelzen der Schweizer Gletscher. Der amerikanische Klimaforscher Malte Meinshausen sagt voraus, dass bis 2050 drei Viertel aller Schweizer Gletscher abgeschmolzen sein werden. .

4 . Über zwei Drittel der Deutschen erwarten die Klimakatastrophe. 69 Prozent der Deutschen schließen sich der Position der Wissenschaftler an und sind fest davon überzeugt, dass der Welt eine Klimakatastrophe bevorsteht. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts. Nur 29,9 Prozent glauben, dass sich eine Naturkatastrophe noch vermeiden lässt.

Für die Leser von Smola-Publikationen ist das alles ‘ein alter Hut’. Doch was steht seit 1990 in ‘MEGA- und METATRENDS in das 21. Jahrhundert’, das wir beachten sollten?

“Also. Ich komme nicht auf die Idee, in einer gefährdeten Meeresgegend langfristig zu investieren. Auf einer der Nordseeinseln oder im Flachland in Küstennähe. Beispielsweise in Dänemark, Holland oder Norddeutschland…
Frühjahr 1989: Die Nordsee schnappt sich ein Stück der Südspitze von Sylt. Ich will keine Fluchthysterie auslösen, doch ich finde: Wenn 300 Wissenschaftler sagen, die Nordsee verändert das Bild in den Küstenregionen völlig, dann ist das ein Grund zum Nachdenken. Rechtzeitig!…”

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