Leben: Menschlich.
September 2 2006 Categorized Under: Leben, TrendFokus No Commented
Menschlich
Unternehmertum und Selbständigkeit genießen derzeit in Deutschland das geringste Ansehen aller Zeiten. Es ist die Konsequenz der kollektiven Unselbständigkeit, die hierzulande tief im Bewusstsein der Gesellschaft verankert ist.
Befeuert von einer Politik, die überreguliert, überkontrolliert und ihre Bürger seit Jahrzehnten an die Kette legt. changeX-Autorin Gundula Englisch zeigt, dass es Zeit für einen Aufbruch ist: In eine Kultur der selbständigen, zuversichtlichen Unternehmer. Leute, bewegt Euere Hintern! Mehr bei http://www.changeX.de/d_a02351.html.
Erkenntnis
1 . Die letzten Patriarchen des 20. Jahrhunderts – Adenauer, Borgward, de Gaulle, Glas, Grundig, Neckermann, Schickedanz, Schöller und viele Mittelständler – sind entweder tot oder geben Macht und Einfluß (nicht) ab. Plötzliches Fehlen der Vater- und Integrationsfigur oder im anderen Fall Altersstarrheit und Entscheidungsschwäche schaffen Probleme.
2 . Befehls- statt Motivationsmanagement, Restrukturieren und Rationalisieren erzeugen schlechtes Klima und Ängste. Das drückt Stimmung und Profit nach unten. Wegbereiter des Erfolgs sind heute und vor allem morgen innovative, kreative und selbstbestimmte Menschen im Unternehmen.
3 . Interaktion, das flexible Zusammenwirken im Unternehmen, spielt in Zukunft eine Hauptrolle. Noch halten zwar Schlagwörter wie Benchmarking, Kaizen, Lean, Reengineering und TQM die Managementszene auf Trab. Längst galoppieren wir aber auf Synaktion zu. Die entsteht, weil Manager und Unternehmer mit Durchblick beginnen, sich und die Mitarbeiter noch stärker zu fordern, und weil sie über die Grenzen bisheriger Vorstellungen hinausgehen. Sie verändern abstrakter und komplexer gewordene Arbeitswelten durch gemeinsames Leisten und Lernen von der Pyramide zum dynamischen ‘Planetensystem’: Der Manager bzw. Unternehmer mit sozialer Kompetenz als Sonnenprinzip im Mittelpunkt, um den sich die anderen scharen. Mehr seit 01.04.2001 im TrendBild 2011 Neues Denken bei: www.trendfokus.de/gbi.
Praxis
1 . Einzelkämpfer sind passé, die Zeit der Helden ist vorbei. Der Grund ist einfach: Die Wirklichkeit ist zu komplex, als dass ein Hirn alleine ihr gewachsen wäre. Teams sind selber komplexe Gebilde und besser geeignet, mit Komplexität umzugehen. Mehr: http://www.changex.de/d_a02345.html.
2 . Prof. Dr. Wolfgang Vieweg erkennt: Wer in unserer heutigen, schnelllebigen und vielgestaltigen Zeit erfolgreich sein will, muss sein Denken und Verhalten verändern. Die junge Generation hat – den Gegebenheiten folgend – ein neues Verhalten angenommen. Ziele sind out! Optionen sind in!
3 . Der Fußball, sagen kluge Menschen, der Fußball ist das Abbild der Gesellschaft. Jürgen Klinsmann hat es bei der WM 2006 geschafft, einer leblosen Elf nicht nur Freude am Job zu vermitteln, sondern sie immer wieder über ihre Grenzen hinaus zu führen. Dies hat er nicht nur durch akribische Detailarbeit erreicht, sondern indem er eine klare Richtung vorgegeben hat und die Stärken der Mannschaft in den Vordergrund gestellt hat. Auf der Motivationsseite hat er das Optimum erreicht.
Beispiele
1 . Die schonungslose Analyse der eigenen Schwächen auf und neben dem Spielfeld war eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der deutschen Mannschaft bei der WM2006. Wer dauerhaft erfolgreich sein will, muss die eigenen Fehler beseitigen oder lernen, mit ihnen zu leben. Für die Spieler galt die Regel, dass Fehler passieren dürfen. Entscheidend ist, daraus zu lernen. Mehr: http://www.t-online-business.de/c/84/49/16/8449162.html.
2 . Bei der ‘GfK-Tagung über Wertewandel und Markenführung’ im Juli 2006 meint der Theologieprofessor Ulrich Hemel, wer Toleranz predige, müsse Konflikte und abweichende Meinungen auch zulassen. Und wenn der Chef die zentrale Parole ausgibt ‘Wir sind ein Team’, dürfe er nicht im nächsten Moment anfügen, ‘Ihr macht alles was ich sage’. Dabei sei genau Letzteres das Erfolgsmodell von Jürgen Klinsmann, wendet GfK-Chef Wübbenhorst ein: Ohne eine starke Hand hätte die deutsche Mannschaft nie so gut abgeschnitten.
3 . Was Unternehmen von Orchestern lernen können beschreibt Christian Gansch: Zwischen Unternehmen und Orchestern gibt es verblüffende Parallelen. Hierarchie, Abteilungsdenken, Macht und Ränkespiele sind beiderseits an der Tagesordnung. Wie aber entsteht aus unharmonischer Spannung eine wohlklingende Einheit? Konflikte, Meinungsverschiedenheiten und zwischenmenschliche Animositäten werden in Orchestern nicht unterdrückt oder geleugnet, sondern in aller Offenheit ausgetragen. Und es gilt: Übertriebene Mitbestimmung und Konsensgebaren zerstören Kreativität und Innovation. Mehr bei http://www.changeX.de/d_a02362.html.
Nutzen
Das Erkennen unterschiedlicher Aspekte der Persönlichkeit mittels Methode ManComm Analysis auch i. S. der Spektrum-Psychologie ist der Schlüssel zu besseren Betriebsergebnissen und mehr Gewinn in drei Schritten:
1 . Durch weniger Reibungsverluste die Effizienz von Teams verbessern.
2 . Individuelle Eigenschaften, Verhaltensweisen und Entwicklungsmöglichkeiten einfach, schnell, trennscharf und ohne Psychotests erkennen und unterscheiden.
3 . Steigern von geistigem Potential, Intuition und Kreativität.

