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Leben: Stimmungsklima in Deutschland 2009

November 2 2008 Categorized Under: Leben, TrendFokus No Commented

Stimmungsklima in Deutschland 2009

Mindere Stimmung im Lande duch konjunkturellen Abschwung? Dazu muss man ein paar mehr Zusammenhänge erkennen.

Die Blickpunkte Finanzmärkte, Bildung, Energieeffizienz, Klimaschutz, Gesundheitsreform und Auslandseinsätze der Bundeswehr können das Stimmungsklima im Lande beeinflussen. Weitere Aspekte sind Teuerung und stagnierende Wirtschaft. Alles zusammen wird 2009 wohl den Europa- und Bundestagswahlkampf prägen und kann sich im Ergebnis der Wahlen auswirken.

Intensität von Stimmungen

Der impulse-Unternehmerbrief bestätigt im September 2008, was TrendBild und TrendFokus in der Datenbank ‘Transparente Zukunft aus Trend- und Zukunftsforschung’ bei GBI Genios seit Jahren voraussagen: “Selbstentfaltung, Lebensqualität, Emanzipation und gesellschaftliche Beteiligung gewinnen in den Wertvorstellungen der Deutschen zunehmend an Bedeutung gegenüber sozialem Aufstieg und wirtschaftlicher Sicherheit. Das zeigt eine Studie des DIW Berlin.”

“Je mehr Globalisierung, desto wichtiger werden Sicherheit und die ursprünglichen Werte des eigenen Umfelds und in den Regionen”, weiß der TrendFokus schon im März 2004 über (Zukunfts)-Perspektiven.

“Zukunft braucht Herkunft – je globaler die Welt, desto wichtiger die Wurzeln.” Solche Gedanken prägen 2008 z. B. auch die Mode 2009 von Schneiders Salzburg… Und nicht nur die Mode.

Veränderungsprozesse sind im Gange, die im Wechselspiel mit Bedürfnissen, Wünschen und Sehnsüchten der Menschen neue Wirklichkeiten und Lösungsansätze schaffen. Das hat Einfluss auf das künftige Stimmungsklima, die (Wirtschafts)-Kraft und Unternehmungsfreude.

Der Wertewandel ist nicht auf bestimmte Gruppen der Gesellschaft beschränkt.

Sehen wir also die Intensität von Stimmungen in Deutschland in den Jahren 2007/09 dargestellt auf einer Skala von 10 (sehr schwach) bis 90 (sehr stark).

2007: 60 . 2008: 65 . 2009: 62 . Zuversicht, Optimismus
2007: 45 . 2008: 38 . 2009: 35 . Skepsis, Pessimismus
2007: 68 . 2008: 67 . 2009: 76 . Aufgeschlossenheit, Offenheit
2007: 35 . 2008: 35 . 2009: 25 . Teilnahmslosigkeit, Verschlossenheit
2007: 70 . 2008: 70 . 2009: 78 . Freude, Lebenslust
2007: 50 . 2008: 37 . 2009: 30 . Bedrücktheit, Apathie
2007: 70 . 2008: 70 . 2009: 76 . Zufriedenheit, Behagen
2007: 35 . 2008: 35 . 2009: 32 . Verdruss, Unbehagen
2007: 50 . 2008: 65 . 2009: 50 . Zuwanderung
2007: 60 . 2008: 50 . 2009: 55 . Abwanderung

Sportveranstaltungen und Wagner-Opern (Bayreuth) auch im public viewing – also das gemeinsame Erleben – haben dazu beigetragen, bzw. sind mit ursächlich dafür, dass sich die Werte Aufgeschlossenheit und Offenheit, Freude und Lebenslust sowie Zufriedenheit und Behagen 2009 wie in den Vorjahren deutlich über Durchschnitt bewegen. Lediglich Zuversicht und Optimismus (s. a. konjunktureller Abschwung) lassen von 65 auf den Wert 62 nach.

Die Negativwerte Skepsis und Pessimismus, Teilnahmslosigkeit und Verschlossenheit,  Bedrücktheit und Apathie sowie Verdruss und Unbehagen nehmen weiter ab.

Die Zuwanderungsrate nimmt gegenüber 2008 ab. Die Abwanderung – vor allem gut ausgebildeter junger Menschen zwischen 30 und 35 Jahren – nimmt leicht zu.

POSITIV: Veränderungsprozesse durch Wertewandel.
KONTAKT: Karl Heinz W. Smola
TELEFON: 0911-694269
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