Wirtschaft: Variabel
März 4 2009 Categorized Under: TrendFokus, Wirtschaft No Commented
Marktentwicklungen 2009/10
Wie entwickeln sich 2009 / 2010 Wirtschaft und Konjunktur? “Das (Wirtschafts)-Wachstum gibt 2009 im Vergleich zu 2008 von 55 auf 50 Punkte nach”, weiß der TrendFokus November 2008 im Kapitel ‘Wirtschaft: Standortfaktoren 2009 in Deutschland’.
Falsch ist, in der gegenwärtigen (Krisen?)-Situation z. B. Marketing- und Werbeetats zu kürzen. Wichtig wird auch die Interaktion zwischen Kunden und Mitarbeitern.
Annahmen künftiger Entwicklungen einzelner Branchen in der Wirtschaft 2009/10 aus der Sicht der Trendforschung auf einer Skala von 10 bis 90.
10 = sehr negativ, 30 = negativ,
50 = kaum Veränderung im Vergleich zu 2008,
70 = positiv, 90 = sehr positiv.
Industrie
40 . Stahl
50 . Chemie
55 . Automobile
60 . Maschinenbau
60 . Energie
65 . Bau
65 . Nahrung / Genuss
70 . Erneuerbare Energie
70 . IT-Industrie
Nach Jahren des Booms in der Stahlbranche ist die Nachfrage eingebrochen und bleibt unter dem Niveau von 2008.
Chemie- und Autoindustrie kommen bis 2010 offensichtlich mit einem ‘blauen Auge’ aus der Krise.
Erneuerbare Energien und die IT-Industrie bewegen sich im positiven Bereich.
Dienstleistungen
45 . Börse
50 . Banken
50 . Versicherungen
50 . Gastronomie
50 . Reisen / Urlaub
55 . Freie Berufe
55 . Gesundheit
60 . Hilfsdienste
60 . Transport / Verkehr
65 . Information
70 . Sicherheit
70 . Unterhaltung
75 . Werbung
2009 ist ein schwieriges Börsen-, Banken- und Versicherungsjahr. Ein schwaches Licht am Ende des Tunnels ist frühestens Mitte des Jahres zu sehen.
Die ‘Wirtschaftskrise’ hilft den Fast-Food-Ketten: “Lieber beim Essen sparen als beim Auto”, ist die Einstellung vieler Leute. Besonders Geschäftsleute ziehen Fast Food den klassischen Speiselokalen vor und entdecken dabei ‘Bio-Fast-Food’: Vollkornstullen, Tofu-Salate und Körner-Bratlinge – Öko-Imbiss für den schnellen Hunger. Regionale Küche behält in Restaurants ihren Stellenwert: kleine, feine Tellergerichte und gute, hochwertige Weine im Ausschank. Dazu ein Satz von Romano Guardini (1885 – 1968): “Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind.”
Hotelgäste bleiben nicht mehr so lang wie bisher. Umsatzrückgänge bei Reisen/Urlaub schlagen aber nicht überall durch.
Gewinner der Situation 2009/10 sind (mittelständische) Dienstleister in der Werbebranche.
Handwerk
45 . Chemie / Reinigung
50 . Glas / Papier / Keramik
50 . Holz
55 . Bekleidung / Leder
60 . Gesundheit / Pflege
60 . Metall
65 . Bau / Ausbau
65 . Druck
70 . Nahrungsmittel
Der (Entwicklungs)-Bogen im Handwerk erstreckt sich von ‘Chemie / Reinigung’ im weniger guten Bereich bis zu den positiven Möglichkeiten bei den Nahrungsmitteln.
Beachtung verdienen noch ‘Bekleidung / Leder’. Öko-Mode mit Kleidung aus Bio-Baumwolle ist in. ‘Green Fashion’ rückt ins Rampenlicht. Die Bio-Modebranche wächst.
Handel
40 . Citywarenhäuser
45 . Elektronischer Supermarkt (rund um die Uhr)
50 . Groß- / Außenhandel
50 . Facheinzelhandel
50 . Covenience
50 . Erlebniseinkauf
55 . Neue Tante Emma
60 . Komforteinkauf
60 . Cash & Carry / Discounter
65 . factory outlets
75 . Homeshopping / Internet
Citywarenhäuser und die Entwicklung elektronischer Supermärkte (rund um die Uhr) spüren Gegenwind.
Homeshopping im Internet und factory outlets haben ‘die Nase vorn’.
Der Trend zum ‘ethischen Kaufverhalten’ ist nicht erst seit der Nürnberger Weltleitmesse ‘BioFach 2009′ unübersehbar.
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