Wissen: Klima
Januar 4 2009 Categorized Under: TrendFokus, Wissen No Commented
Klima – Lachgas, Methan und globale Erwärmung.
Wie kann die Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Schon 1989 beschreibe ich in ‘Mega- und Metatrends in das 21. Jahrhundert’, dass Ursachen für den Treibhauseffekt u. a. auch Brandrodungen in den Regenwäldern und Methan aus Reisfeldern und Rindermägen sind.
Durch Gärprozesse erzeugen Rinder bei der Verdauung Methan. Dieses Gas ist vielfach stärker klimaschädlich als Kohlendioxid.
WWF Deutschland geht fast 20 Jahre später, im Dezember 2008, auf das Thema ein: Erheblich sei der Beitrag der Landwirtschaft zu dem von den Menschen verursachten Klimawandel. Es ist in etwa die Auswirkung des Transportsektors auf unser Klima.
Eine Milchkuh produziert nämlich pro Jahr im Schnitt etwa 112 kg Methan. Umgerechnet in Kohlendioxid entspricht das der jährlichen Fahrleistung von 18.000 km mit einem PKW, der 130 g/km CO2-Ausstoß verursacht. Jauche, Gülle und Mist einer Kuh auf den Feldern erzeugen pro Jahr weiteres Methan und dazu noch Lachgas. Das sind noch einmal rund 6.000 km oder auch vier Monate zusätzliche Fahrzeit mit dem o. e. PKW.
Mehr Fleischverbrauch – vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern – lässt die Tierhaltung und damit den Schadstoffausstoß zunehmen. Doch weder in Deutschland noch in der EU gibt es Vorschriften der Politik, um den landwirtschaftlichen Ausstoß von Methan und Lachgas zu drosseln.
Europaweit wird die Landwirtschaft von der Klimapolitk und der Klimaschutz von der Agrarpolitk außer Acht gelassen. Die Agrarpolitik hat bis jetzt noch kein klares Ziel im Zusammenhang mit dem Klimaschutz.
Und daran wird sich so schnell auch wohl kaum etwas ändern.
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