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Wissen: Unvorbereitet – Öl wird teurer und Wasser knapper

Januar 3 2008 Categorized Under: TrendFokus, Wissen one Commented

Öl

1990 ist in meinem Buch ‘Mega- und Metatrends in das 21. Jahrhundert’ zu lesen:

“Die Böden gehen kaputt… Wüsten breiten sich aus… Wälder schrumpfen… Bis 2050 verdoppelt sich der Energiebedarf… Trinkwasser wird knapp… Die Verbraucherpreise für Diesel, Heizöl, Kohle und Strom steigen.

 Deutliche Preissteigerung bei Benzin, Heizöl und Strom… Ziel: Senkung des Verbrauchs.”

17 Jahre später schon bittere Realität.

Der Ölpreis pro Barrel ist von 10,00 Dollar – das war vor vielen Jahren – auf aktuell 100,00 Dollar gestiegen. Eine der Ursachen ist der Energiehunger der stetig wachsenden Wirtschaftsräume China und Indien. Aber auch die traditionellen Industrieländer – vor allem die USA – sind noch nicht so weit, den Ölhunger zu reduzieren.

Eine steigende Nachfrage stößt auf ein schrumpfendes Angebot. Die Rohölreserven reichen nicht ewig. In absehbarer Zeit ist der Verbrauch größer als das Angebot. Doch selbst wenn genügend Öl gefördert würde, es gibt nicht genug Raffinerien, um daraus ausreichend Benzin, Kerosin und Heizöl zu produzieren.

Der Energiemangel wird weltweit auch die politischen Machtverhältnisse umkrempeln. Öl- und/oder Gasvorkommen spielen der Politik Macht zu.
Der Iran, Russland, Venezuela und weitere Förderländer nutzen Energie schon jetzt als politische Waffe. Rund 90 Prozent der weltweiten Ölreserven und Gasvorkommen sind heute schon unter staatlicher Kontrolle.

Trend

Politik und Wirtschaft weltweit müssen sich auf die Nach-Öl-Zeit vorbereiten.

Prognosen sehen den Ölpreis in einigen Jahren bei 200,00 Dollar pro Fass und den Bezinpreis bei 4,00 Euro pro Liter.

Der Ausstieg aus dem Öl ist längst fällig… überfällig. Hybrid-, Wasserstofftechnologie u. ä. werden immer mehr marktfähig.

Wasser

http://www.trinkwasser.de/ blickt in die Zukunft: Wasser ist Mangelware. Als Beispiel kann man Süditalien und Palästina anschauen. Auch ganz Nordafrika hat heute schon zu wenig Wasser. Je größer die Bevölkerungsexplosion, desto mehr Wasser wird gebraucht.

Dreiviertel der Erde sind mit Wasser bedeckt. Wenn man dieses Wasser in einen Würfel stecken würde, so hätte er eine Kantenlänge von 1.180 km. Dennoch stehen nur 0,03% als Süßwasser für die Trinkwassergewinnung aus Grund- und Flusswasser zur Verfügung – ein Würfel mit 1,87 km Kantenlänge. Die verfügbaren Trinkwasserreserven sind begrenzt.

Jetzt soll man aber nicht meinen, dass es nichts mehr gibt, wenn das Wasser aufgebraucht ist. Der Wasserkreislauf der Erde sorgt für immer neues Wasser, denn alles verbrauchte Wasser strömt in Flüssen zum Meer, wird durch Verdunstung zu Wolken und gelangt als Regen wieder zum Land, der wieder neues Grundwasser bildet und Flüsse und Seen speist.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wieviel Trinkwasser in Deutschland im Gegensatz zum gesamten Wasservorrat auf der Erde verbraucht wird: Ein Schwimmbecken mit den Maßen 50 Meter x 20 Meter x 2 Meter Tiefe soll den gesamten Wasservorrat der Erde darstellen. Das jährlich geförderte Trinkwasser in Deutschland stellt dann ein halbes Schnapsglas dar.

Um nicht eines Tages einen globalen Trinkwassermangel erzeugt zu haben, müssen wir alle bedacht damit umgehen. Von entscheidender Wichtigkeit ist dabei nicht, Wasser zu ‘sparen’, sondern es nicht unnötig zu verschmutzen. Leider wird aber tagtäglich das Trinkwasser vergiftet, z. B. durch den übermäßigen Gebrauch von Waschmitteln, durch Autowaschen auf Flächen ohne Ölabscheider, durch das ‘Entsorgen’ alter Medikamente durch die Toilette, durch den unnötigen Einsatz von Chemikalien (z. B. Abflussfrei) und so weiter. Wer duscht und badet nicht gerne, oder fährt mit dem Auto in die Waschanlage? Was für uns selbstverständlich erscheint, ist jedoch in anderen Regionen der Erde für große Teile der Bevölkerung undenkbar.

Trend

Für steigende (Trink)-Wasserknappheit sorgt nicht nur der insbesondere in Asien wachsende Verbrauch. Auch vom Klimawandel ausgelöste Dürren und andere Naturkatastrophen sowie vom Menschen verursachte Verschmutzungen tun ihr Übriges. Wasser wird also künftig nicht nur wirtschaftlicher, sondern zunehmend politisch-sozialer Spielball. Mit einem der wichtigsten Rohstoffe der Zukunft, dem Trinkwasser, lässt sich heute schon gutes Geld verdienen – mit ‘Nachhaltigkeitsinvestments’.

AUTOR: Karl Heinz W. Smola
INTERNET: http://www.smola.de/ . www.trendfokus.de/gbi . http://www.mancomm.de/

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comments

Ein Kommentar zu “Wissen: Unvorbereitet – Öl wird teurer und Wasser knapper”

  1. Gilberto Hummel sagt:

    Lesenswerter Beitrag, danke.

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